IMANISTAS

 

 

 

 

 

 

OLVIDO I
Architektur als Metapher der Erinnerung

Septiembre 2006

Anhand von Photographien, die den „Rückbau“ des Palast der Republik in verschiedenen Stadien dokumentieren, zeigen Imanistas in diesem ersten Teil einer Triologie über das Vergessen, eine Verbindung zwischen dem Prozess der Erinnerung und der Dekonstruktion eines Gebäudes.

Im Februar diesen Jahres wurde mit dem sogenannten „Rückbau“ des Palast der Republik begonnen. Tag für Tag werden Teile des Gebäudes abgetragen und auf Schiffe verladen. Nach und nach verschwinden die braunen Spiegel-Fenster, grosse und kleinere Betonplatten bis nur noch ein Eisen-Stahlgerüst zurückbleibt, das einen Blick von der einen Seite durch das Gebäude hindurch auf die andere Seite zulässt.
Der Palast der Rebublik – das „Zentrum der Macht der DDR“ - verschwindet langsam aber sicher aus dem Berliner Stadtbild und wird damit über kurz oder lang dem Vergessen anheim fallen.

Unsere Erinnerung wird mit der Zeit unscharf, wie ein vor Jahren aufgenommenes Photo. Farben und Formen verändern sich und/ oder verschwinden. Erinnern wir uns heute noch an viele Einzelheiten eines Gebäudes, das wir vor einem Monat gesehen haben, so werden diese im Laufe der Zeit verschwimmen. Vielleicht bleibt uns ein Detail: eine farbige Fensterscheibe, ein Grafitti an der Wand oder eine Inschrift über dem Portal. Vielleicht vergilben aber auch diese Bilder und verschwinden eines Tages ganz.


Materialien

Imanistas arbeiten in diesem Projekt mit Materialien, die nicht für die Ewigkeit bestimmt sind: oxidierte Eisenteile und Photographie auf Magnet.

Eisen ist ein Material, das mit der Zeit oxidiert und brüchig wird.
Ursprünglich wollten wir Originalteile des Palast der Republik verwenden, doch alle Versuche endeten vor den verschlossenen Türen einer staatlichen Entscheidung keine Spuren dieses Gebäudes zu hinterlassen.
Unsere Suche nach oxidierten Eisenteilen führte uns über viele Berliner Schrottplätze, bis wir einen Schrotthändler kennengelernt haben, der uns zu einem alten Abbruch-Haus in Neukölln mitnahm. In diesem der Zerstörung und dem Vergessen preis gegebenen Gebäude haben wir schliesslich die Materialien gefunden. Prozesse des Erinnerns und Vergessens finden sich in allen Lebensbereichen und daher lassen sich durchaus auch ein Neuköllner Abbruchhaus und der Palast der Republik symbolisch miteinander verknüpfen.

Eine Photographie, hält ein bestimmtes Moment fest, ist aber dennoch nicht für die Ewigkeit. Mit der Zeit vergilbt sie und wird immer unschärfer.

Der Magnet ist ein Material, das neben seiner grossen technologischen Bedeutung auch die Möglichkeit des Spiels in sich birgt. Hier fungiert er als eine Art Brücke zwischen Photographie und oxidierten Eisenteilen, zwischen Bild und Material und zwischen Erinnerung und Realität.

link festival

link Palast

galerie

projekte

manifest

galeria

proyectos

manifiesto

contacto

nosotr@s

2008

 

November / Noviembre 2006

 

®©Alle rechte Reserviert / ®©todos los derechos reservados

IMANISTAS beantworten alle e-mails. Bitte schreibt uns noch einmal, wenn ihr keine Antwort bekommen habt.

IMANISTAS responde todos los e-mails por favor reescribanos si no ha conseguido respuesta

info@intransitos.de